Finale, Fazit und Dank

 Blog 19, Tag 19
Ein letztes Mal Muskelkater beim Aufstehen, ein letztes Mal im Zelt das Gepäck möglichst sinnvoll zusammenräumen, um spätere Suchaktionen zu vermeiden. Noch einmal Instantkaffee aus einem heißen Blechbecher schlürfen, und die Kette des Bikes schmieren. Ich bin nicht ganz sicher, ob ich traurig bin, dass die Tour heute zu Ende geht – oder froh, dem ewigen Staub zu entrinnen?
Ich sehne es auf jeden Fall herbei, mal wieder länger als bis 4 oder 6 Uhr zu schlafen – und im Hellen zu frühstücken.
Schön, dass die ersten zwei Stunden dieses Tages auf einer Offroad-Piste stattfinden. Nicht allzu schwierig, und vor allem mit starkem Gefälle versehen. Ich genieße diese Fahrt noch einmal. Abgesehen davon ist die Landschaft ganz außergewöhnlich schön und sattgrün. Nur Zedern sind in den Zederbergen fast keine zu finden. Wer weiß, warum, kann mir eine mail schreiben an muenchenvenedig@googlemail.com. Als Preis setze ich ein handsigniertes „Abenteuer für Vater und Sohn“ -Buch aus.
Die Ankunft in einem der Vororte Kapstadts ist überwältigend. Vor uns der Atlantik, in der Bucht dahinter der Tafelberg, das Wahrzeichen der Stadt. Ich habe es tatsächlich geschafft, mit dem Mountainbike von den Victoria-Wasserfällen bis fast an die Spitze Südafrikas zu radeln. Es ist ein Gefühl, das ganz tief geht, ein Moment, den ich nie vergessen werde. Fast 1200 Kilometer waren es am Ende, und bis auf die kurze Stecke, die ich auffegend der Reifenpannen verpasst habe, habe ich tatsächlich jeden einzelnen Kilometer geschafft.
In einer Stunde werde ich nun im Pool unseres Guesthouses Red orange liegen und mit einem guten südafrikanischen Castle Lager endgültig den Staub der Straße hinunterspülen.
Hat es sich gelohnt, die Mühen auf sich zu nehmen, war das Ziel die Anstrengung wert? Ja, uneingeschränkt. es war ein großes Erlebnis, ein Sieg der Willenskraft – und auch als journalistisches Experiment ein Erfolg. Kann ein ganz normaler Familienvater, ein Mountainbike-Greenhorn eine Strecke wie diese bewältigen. Schafft er es körperlich, psychisch und technisch. Ein klares ja, auf das ich in meinem Buch noch ausführlich eingehen werde. Vor allem, wenn jemand so so aufmunternde Mitradler auf seiner Seite hat wie ich? Ulrike, Lutz, Lars und Uwe. Ihr seid mir vor allem moralisch eine große Unterstützung gewesen. Denn so ganz einfach war es dann doch nicht für mich. Vielen Dank auch meiner Frau Sibylle, vor allem für ihre intensive Unterstützung in den letzen Tagen vor der Abreise.
Noch eine Anmerkung für alle, die meine Texte mit dem Google-Translator übersetzt haben und auf ein verblüffendes Detail unserer Tour stießen: Es trifft nicht zu, dass unser Guide Tallis für das Auftragen der Gesäß-Creme vor dem täglichen Los-Radeln zuständig war. Das hat jeder selbst gemacht.
Abschließend die alles entscheidende Frage: Würde ich meinen Lesern raten, dieses oder ein ähnliches Abenteuer zu wagen? Ich möchte mit einem sinngemäßen Zitat von John Ford antworten: „Die Anzahl derjenigen, die ein Wagnis nicht eingehen, ist weit größer als die Anzahl derjenigen, die daran gescheitert sind.“ In diesem Sinne auch mein Appell: Schiebt nichts auf, lebt heute, haltet jeden Tag, und sei es auf dem Weg zurück von der Arbeit, Ausschau nach irgend etwas, das euch emotional berührt. Probiert alles aus,was ungewöhnlich, vielleicht sogar ein bisschen verrückt ist. Und wenn ihr zurückdenkt, werdet ihr vielleicht das gleiche Fazit ziehen wie ich heute: „Natürlich bin ich auf dieser Tour an meine Grenzen gegangen, und manchmal sogar darüber hinaus. Aber ich habe drei Wochen lang so richtig gelebt.“
Ich empfehle euch auch meine beiden bisherigen Bücher: „Mit zwei Elefanten über die Alpen. Eine Familie wandert von München nach Venedig.“ und „Abenteuer für Vater und Sohn.“ Bei Amazon, in jeder Buchhandlung und handsigniert auf www.muenchenvenedig.com.
 Sehr herzlich bedanken möchte ich mit bei allen, die diese Traum möglich gemacht haben: Hauser Exkursionen, Jack Wolfskin, m1 sporttechnik, Goalzero, Gonso, Topeak, Olympus und allen anderen
IMG_537116 cool, akkus laden per solarpanel von15 Nähe des Kaps der guten Hoffnung11 Gerhard von Kapff10 endlich am Strand, im Hintergrund der Tafelberg8 endlich am Strand, im Hintergrund der Tafelberg7 endlich am Strand, im Hintergrund der Tafelberg6 waterfront kapstadt5 zur Belohnung ein Kapstadt-Burger - mir richtig viel Fleisch, so wie es der Südafrikaner mag4 endlich am Strand3b in richtung KapstadtIMG_537116 cool, akkus laden per solarpanel von13 am Kap der guten Hoffnung12 b Mitreisende auf dem Bike waren Elefant Kuschlie (Hauptprotagonist des Buches Mit zwei Elefanten über die Alpen. Eine Familie wandert von München nach Venedig) und xaver (www.xaver-will-mit.de12 am Pinguin-Strand
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