Blog 5

blog tag 6
Das Rad bleibt heute stehen, es geht per Jeep in den Nationalpark Moremi Wildlife Reserve im Okavango-Delta. Die Gefahr, mit dem Bike auf Löwen oder Hyänen oder Elefanten zu treffen, ist einfach zu groß. Ganz abgesehen davon, dass die Wege so sandig sind, dass selbst der Jeep immer wieder stehenzubleiben droht.
Unglaublich groß ist das Okavango-Flussdelta mit seinen gewaltigen Inseln. Es hat in etwa die Größe von Schleswig-Holstein. Gerade im südlichen Afrika ist das eigentlich eine einzige Wasserverschwendung. 95 Prozent des Wassers verdunsten. Um das Delta herum herrscht währenddessen Trockenheit. Ganze dreieinhalb Stunden dauert die Fahrt ins Delta, ehe wir die Zelte an einem wüstenähnlichem Camp aufschlagen. Ein paar Bäume, dürre Sträucher, ansonsten nur Sand. Und Hitze. So große Hitze, dass ich froh bin, heute auf Safari, und nicht auf dem Rad unterwegs zu sein.
Die Fahrt in dem Jeep ist zunächst ziemlich ernüchternd, doch unser Ranger kennt sich perfekt aus. Zunächst kaum zu sehen, tauchen im Buschwerk Antilopenherden auf, vereinzelte Elefanten, ab und an ein paar Giraffen. Dann eine Löwin, schon ziemlich alt, die uns unbewusst zu ihrer Familie fährt. Vier kleine Löwen, in etwa sechs Monate alt, verzehren mit zwei weiteren Löwen eine Antilope. Blutverschmiert ist das Maul der einen Löwin, einer der kleinen kaut – ein etwas pittoresker Anblick – mit seinen Zähnen auf dem Unterkiefer der Antilope herum. Keine drei Meter bin ich von dem Gemetzel entfernt, doch das Auto stört die Tiere nicht. Ab und an sehen sie uns an, wohl wissend, dass wir es nicht wagen würden, ihnen nur einen halben Meter näher zu kommen.
Noch spektakulärer wird die Rückfahrt. Langsam müssen die Tiere nun zu den Wasserlöchern, und dass weiß der Ranger ganz genau. Herden von bis zu gut 100 Elefanten ziehen an uns vorbei, Zebras in gewaltiger Anzahl, Wasserbüffel, Antilopen und hunderte anderer Tiere. Es sind magische Momente, Bilder die nie wieder aus dem Kopf verschwinden werden. Tallis, unser Bike-Guide hat inzwischen gegrillt. Steaks, Gemüse und Fisch. Phantastisch, der Mann kann kochen – und hat ohne es zu wissen ein köstliches Essen zu meinem 50. Geburtstag zubereitet. Klar, dass ich eine Runde Büchsenbier ausgebe, am Ende eines unfassbar schönen Tages.
Weitere Infos und Bilder auch auf biketourafrika.wordpress.com. Weitere Touren und meine Bücher auf http://www.muenchenvenedig.com

Advertisements

Ich freue mich über Deinen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s